Logbuch: Ein langsamer Tag – Gedanken aus dem Alltag von Sail4hope

Heute ist ein langsamer Tag. Mir geht es nicht so gut – die Kälte macht mir zu schaffen, alle Glieder fühlen sich steif an, mein ganzer Körper schmerzt. Aber davon lasse ich mich nicht unterkriegen. Ich bin die Herrin in meinem Haus, und mein Herzensprojekt, Sail4hope, schreibt sich nicht von alleine. Wenn ich etwas bewegen möchte, brauche ich eine Webseite. Die wird leider nicht von einer guten Fee gebracht.

Also setze ich mich an den Schreibtisch und kämpfe mit mir selbst. Früher hätte ich in solchen Momenten stundenlang geschrieben – doch heute läuft nichts so leicht wie früher. Ungeduld steigt in mir auf. Warum geht es nicht schneller? Warum fallen mir die Worte nicht so leicht wie früher? Ich hadere mit meinem Anspruch an mich selbst und, frage mich, was die Menschen denken, ob es gut genug ist, was ich schreibe und ich verstanden werde. Ich spüre die Angst deutlich, Angst verurteilt zu werden, Angst mich erklären zu müssen, Angst nicht mithalten zu können, einfach nicht mehr so leistungsfähig zu sein. Ich bin frustriert. Ich genüge meinen eigenen Ansprüchen nicht mehr, doch ich weiß Langsame Tage gehören dazu. Sie sind jetzt Teil meines Lebens.

Deshalb beschließe ich eine Pause einzulegen und auf meinen Körper zu achten. Ich ziehe mich warm an und fahre zum See, der genaugenommen kein See ist sondern nur ein kleiner Teich. Es ist zwar nicht das Meer, aber die Bewegung, die frische Luft und das Beobachten helfen mir, mich wieder etwas zu entspannen. Mein Körper lockert sich ein wenig, mein Geist atmet auf.

Zurück zu Hause wärme ich mich mit einer Tasse Tee auf. Ich setze mich noch einmal an die Webseite. Es wird vielleicht nur eine halbe Stunde Arbeit – klein, langsam, unvollkommen – aber jeder Schritt zählt. Jede Zeile, jede Idee bringt Sail4hope ein Stück weiter.

Am Ende des Tages erinnere ich mich daran, dass es nicht darum geht, wie schnell es geht, sondern dass ich weitermache. Dass ich die Kontrolle über mein Leben behalte, trotz Krankheit, trotz Schmerz, trotz Frust. Manchmal sind es gerade die langsamen Momente, die zeigen, wie wichtig jeder kleine Schritt ist.

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Manchmal reichen 5 Knoten